Kürzlich kam ich hungrig von der Arbeit nach Hause. Auf die Frage, was ich essen möchte, antwortete ich nur: „Egal – irgendetwas, alles.“ Obwohl es eigentlich noch nicht Zeit fürs Abendessen war, genoss ich das Privileg, mir eine Portion aus dem von meinem Mann bereits liebevoll vorbereiteten Menü zu nehmen.
Wenn wir hungrig sind, fällt es uns schwer, klar zu denken – unsere Gedanken kreisen nur noch ums Essen. Vielleicht eine Dönertasche mit allem? Oder Reis mit Hähnchen und einer fruchtigen Cocktail-Curry-Sahnesauce? Und wenn wir Durst haben, sehnen wir uns nach klarem, kaltem Wasser, nach einem frischen Saft oder einer Cola.
Doch was tun wir, wenn unsere Seele hungrig ist?
Versuchen wir, diesen Hunger zu stillen, indem wir „ein bisschen“ Esoterik konsumieren, uns in Religion verlieren oder uns in Süchten flüchten – in Alkohol, TikTok oder Instagram? Sammeln wir täglich digitale Follower oder verbringen Stunden vor YouTube oder dem Fernseher? Und oft denken wir: Darf es noch ein bisschen mehr sein? Ja – immer mehr. Es fällt schwer, aufzuhören. Denn der Hunger und der Durst kommen immer wieder zurück.
Intuitiv wissen wir, dass das nicht gut ist.
So ging es auch mir vor 25 Jahren. Eines Tages wurde mir klar, dass mich das alles nicht erfüllt. Meine Seele war kurz vor dem Hungertod. Ich suchte nach „dem Guten“, nach etwas Positives in meinem Leben. Doch wo sollte ich es finden – wenn es überhaupt existiert?
Die schlechte Nachricht: Ich habe „das Gute“ nicht gefunden. Die gute Nachricht: Es hat mich gefunden. „Das Gute“ ist Gott selbst – in Jesus Christus. Er hat an meine Tür geklopft, und ich habe sie geöffnet. Skeptisch ließ ich ihn hinein. Er sah meine Sehnsucht und begegnete mir ganz persönlich. Meine Sehnsucht nach etwas „Positiven“ wurde Schritt für Schritt gestillt. Damals wusste ich noch nicht, was das alles bedeutet: Dass „das Gute“ Vergebung und Heilung umfasst. Dass ich selbst zuerst Barmherzigkeit empfangen musste, um barmherzig sein zu können. Dass ich selbst geliebt werden musste, um lieben zu können. Und zwar nicht die Liebe eines Menschen, die in der Regel nicht für das Vollkommen ausreicht. Sondern die Liebe Gottes.
Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nicht mehr dürsten.“ (Matthäus 23,4)
Ihr plagt euch mit den Geboten (Religion), die die Gesetzeslehrer euch auferlegt haben. Kommt alle zu mir; ich will euch die Last abnehmen! (Matthäus 23,4)
Jetzt wird über diese Welt Gericht gehalten; jetzt wird der Teufel, der Herrscher dieser Welt, entmachtet. (Johannes 12, 31)
Wenn wir unsere Welt betrachten, sehen wir, wie der Herrscher dieser Welt noch herrscht. Doch wenn wir zu Jesus gehen, entmachten wir ihn in unserem Leben. Denn am Kreuz ist etwas Entscheidendes passiert: Sein reines, unschuldiges, göttliches Blut ist das Lösegeld. Als Gott durch Jesus selbst am Kreuz hing, gefoltert und erniedrigt, bekam der Teufel einen Rausch. Sein Rausch war der Sieg über die Welt und Gott. Der Teufel hatte in diesem Moment alle Macht. Er wurde zu Gott. Das gefiel ihm sehr gut. Das war sein Ziel. Doch dann ist Jesus auferstanden. Hat mit seinen Jüngern gegessen und getrunken und lebt in Ewigkeit. Nun kann er Menschen retten, damit sie mit ihm leben.
Denn nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. (Galater 2,20)
Du musst nichts leisten. Du darfst es einfach annehmen. „Ja“, sagen. Ihm dein Leben anvertrauen.
Vielleicht jetzt, in diesem Moment?
Jesus Christus bietet das, was diese Welt (Gesellschaft, Politik, Zeitgeist, Weltgeschehen, Menschen) nicht bieten kann. Nämlich; vollkommene Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung, Heilung, Hoffnung, Wunder und ewiges Leben in Herrlichkeit.
Und noch so viel mehr.
Karfreitag
03. April 2026